Hotspots für eine Espressopause

Hier muss man einfach verweilen und einen Espresso – oder besser gleich mehrere – trinken:

  • Eminönü, Istanbul

    kauf‘ dir einen Coffee-to-go, einen aromatischen türkischen Tee oder einen frischgepressten Granatapfelsaft und setz‘ dich irgendwo mitten auf dem Eminönü-Platz auf eine Treppe. Das Treiben zwischen Strasse, Schiffanlegestelle, Brücke und Tramhaltestelle ist einmalig. Ich könnte stundenlang hier sitzen, den Menschen beim Flanieren und Passieren zusehen, dem Rufen der Eiscreme- und Gebäck-Verkäufer zuhören und den Duftcocktail aus würzigem Kebab, Meerwasser, Früchten und 1000 anderen Gerüchen einatmen.

  • Grand Central Terminal, New York

    in diesem riesigen Bahnhof gibt es natürlich einige schicke Restaurants für die Happy-Hour, die Shopping-Pause oder den Schwatz am Nachmittag. Schade nur, dass Charlie Palmer’s Metrazur Restaurant schliessen und einer Apple-Filiale Platz machen musste. Leicht erhöht gelegen, war es der perfekte Platz, um das Ankommen, Abreisen, Umsteigen, Überqueren, Warten, Begrüssen, Verabschieden, Suchen zu beobachten.

  • Umeda Sky Building, Osaka

    zugegeben, die rundum verglaste Rolltreppe, die diagonal durchs Nichts und zum obersten Stockwerk des Umeda Sky Building führt, ist nichts für Höhensensible. Am liebsten hätte ich vor der Rolltreppe kehrtgemacht. Aber eine andere Möglichkeit gibt es nicht, ins Restaurant und in die Floating Gardens zu gelangen. Deshalb muss man sich einfach überwinden, denn der Blick von oben über die Riesenstadt Osaka und weit darüber hinaus, ist einfach einzigartig.

  • In irgendeiner Bar in Lissabon

    Und dafür gibt es zwei sehr gute Gründe: Erstens: die mmmmmh so feinen Pastéis de Nata, Pastéis de Belem oder wie sie alle heissen. Kleine süsse Puddingtörtchen mit Blätterteigboden, die es in jeder Bar/Café in Lissabon gibt und die du unbedingt versuchen musst. Am besten alle. Zweitens bekommst du in Lissabon einen kleinen starken Kaffee, den Bica, der dem italienischen Espresso sehr ähnlich ist – schwarz, stark, pur. Und es gibt sogar noch einen dritten Grund: die Art und Weise, wie der Lisboeta seinen Bica trinkt. Er steht an der Theke, wechselt rechts und links ein paar Worte, oder auch nicht. Kippt seinen Bica – und weiter geht’s.

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