TGIM – Thank God it’s Monday!

Hommage an den Alltag

Lieber noch mal umdrehen, zehn Minuten weiterdösen. Es ist 05.25 Uhr und Montag. Oder Mittwoch, oder Donnerstag. Einfach einer dieser fünf Tage, die immer zur gleichen Zeit auf die immer gleiche Art beginnen; mit Weckerlärm und viel zu früh. Manchmal muss ich mir bereits am Dienstag selbst gut zureden: „Noch dreimal früh aufstehen, dann kann ich wieder ausschlafen.“ Zum Glück sieht kurz darauf – sprich: frisch geduscht – alles schon viel besser aus. Mal sehen, was das Wetter heute für mich bereithält. Die Vögel zwitschern schon, der Organismus ist angekurbelt. Jetzt ist es Zeit für einen…
E S P R E S S O!

Macht Routine Spass?

Man hat halt wochentags so seine Routine. Bei mir folgt nach dem Espresso das Frühstück, die Frisieren-Zähneputzen-schminken-anziehen-Abfolge und dann der Arbeitsweg. Wie ist das bei dir? Magst du frühmorgens schon Abwechslung oder hast du auch ein mehr oder weniger durchgeplantes Programm? Und, freust du dich dann auf einen dieser ganz normalen All-Tage? Bist du gespannt darauf, was er dir bringt, selbst wenn du vielleicht nicht ganz ausgeschlafen bist und den Tag nicht nach Lust und Laune gestalten kannst?

Mich stören in letzter Zeit immer öfter diese Wochenend-Sprüche. Die fünf Tage nach dem Wochenende sind die schlimmsten las ich kürzlich irgendwo. Oder am vergangenen Montag begann der Watson-Newsletters so: Traurig, aber wahr: Es dauert noch fünf Werktage, bis das Wochenende beginnt. (…) Halte durch! Finde ich blöd. Als ob es nur darum ginge, die Wochentage durchzustehen. Weshalb diese negative Einstellung? Die Montage, Dienstage, Mittwoche, Donnerstage, Freitage haben das nicht verdient. Letzte Woche zum Beispiel: Morgens um sechs war’s noch ein stinknormaler Dienstag. Es stand nichts Besonderes in der Agenda, nicht einmal eine Verabredung zum Mittagessen. Wenn an einem solchen Tag dann aber der eingereichte 3’000-Zeichen-Artikel gut ankommt, wenn bis zum Feierabend zwei lästige Pendenzen vom Tisch sind und wenn ich darüber hinaus noch nette Bekannte auf dem Heimweg im Bus treffe, dann reicht das längstens aus. Es reicht aus, um dem Tag den Krönchen-Stempel aufzudrücken und ihn als Fest-Dienstag in Erinnerung zu behalten!

5 Gründe, den Alltag zu mögen

Oder stell dir das mal vor: Ein durchschnittlich langes Arbeitsleben von, sagen wir mal 47 Jahren, hat gut elftausend Wochentage und nur knapp viertausend Wochenendtage. Die einen zum Erleben, die andern zum Verleben? Ach nein, viel zu schade, wenn man diese unzähligen wertvollen Werktage nur wegen der falschen Einstellung vergeudet. Denn es gibt so viele Gründe, den Alltag zu mögen:

Antrieb
Die tägliche Routine ist nicht einfach langweilig. Im Gegenteil, sie wirkt wie ein Motor, der uns in Bewegung hält. Weil wir tägliche Abläufe wie etwa das Aufstehprogramm oder den Arbeitsweg aus der Erfahrung einfach abrufen können – ohne etwas überlegen zu müssen – dann sparen wir Energie und Aufregung. Die wir dann stattdessen für die spannenden Dinge einsetzen können…

Liebe
Die meisten Menschen lernen ihren Partner, ihre Partnerin immer noch am Arbeitsplatz kennen… Psst – und bei dir so? Hattest du schon mal Schmetterlinge im Bauch wegen eines Arbeitskollegen/einer Arbeitskollegin?

Begegnungen
Im Tram, an der Ampel, beim Bäcker, im Büro oder zum Mittagessen – man trifft immer wieder Leute, die zur selben Zeit auf dem gleichen Weg sind. Ein kurzer Schwatz mit der Busbekanntschaft zwischen Bahnhof und Büro kann doch so anregend sein.

Orientierung
Etwa so wie die Linien im Notizbuch gibt die Regelmässigkeit des Alltags eine gewisse Struktur im Leben vor, ein dezentes Grundmuster sozusagen. Trotzdem muss man ja nicht jeden Tag auf die Linien schreiben, sondern kann zwischendurch auch mal kreuz- und quer darüberkritzeln.

Erfolg
Wir setzen viel Energie, Zeit, Hirnzellen und Muskelkraft im Job ein. Wenn dann das Projekt abgeschlossen ist, der Auftrag zustande kommt, die Betaversion läuft oder was auch immer irgendwie erfolgreich war, dann wirkt das doch richtiggehend beflügelnd.

Energieboost für einen Power-Tag

Weil ich nun wie gesagt nicht so die Frühaufsteherin bin und sofort freudig aus dem Bett hüpfe, wenn der frühe Vogel das erste Mal tschilpt, greife ich morgens gerne zu zwei Energieboostern. Wirkt tatsächlich wie ein Kickstart und hilft, in Schwung zu kommen. Ich will ja bereit sein für den Tag und die Chancen packen, die er für mich bereithält ☺ Als erstes, und zwar wirklich subito nach dem Aufstehen und eine halbe Stunde vor dem Frühstück trinke ich ein Glas warmes Zitronenwasser. Das soll den Stoffwechsel ankurbeln, das Immunsystem stärken, und und und. So, und später dann zum Frühstück eine Schale Power-Granola. Das ist sowieso unser derzeitiger Renner am Familientisch, seit ich vor ein paar Wochen das Rezept von Christina Hubbeling in der NZZ am Sonntag entdeckte. Mindestens ein- bis zweimal die Woche mische und röste ich die Mischung aus Chia- und anderen Samen, Nüssen, gepopptem Quinoa und Amaranth. XD mag das Granola – mit Früchten und Reismilch – besonders gern, weil es nicht zu süss ist und bis am Mittag sättigt. Mir schmecken vor allem die gerösteten Nüsse und AD findet die sauren Gojibeeren so fein. Ausserdem passt es gut in seinen Fitness-Ernährungsplan. Hast du Lust, das Granola selbst auszuprobieren? Ich habe das Rezept noch ein bisschen nach meinem Gusto angepasst und unten angehängt. Die geschälten Leinsamen findest du übrigens im Reformhaus.

Happy weekday!

Power-Granola

Granola, Energieboost für Alltag, Sonntag und überhaupt alle Tage
Granola, Energieboost für Alltag, Sonntag und überhaupt alle Tage

Für circa 1kg Granola benötigst du:

200 g Nüsse (Hasel-, Baum-, Pekannüsse, Pinien, was du so magst)
100 g Mandelstifte
300 g Flocken (ich verwende meistens eine grobe Fünfkorn-Flockenmischung)
100 g Kürbiskerne
40 g Leinsamen, ganz oder geschrotet
30 g gepuffter Amaranth
30 g gepuffter Quinoa
100 g Sonnenblumenkerne
100 g Kokosspäne
30 g geschälte Hanfsamen
4 EL Kokosöl oder Fät (streubare Kakaobutter)
3 EL Honig oder Agavensirup (wenn’s vegan sein soll)
3 TL Zimtpulver
3 EL Rohkakaonibs
3 EL Chiasamen
5 EL Gojibeeren

Die gehackten Nüsse mit allen Zutaten bis und mit Hanfsamen in einer Schüssel vermischen. Das Kokosöl/Fät erwärmen, bis es flüssig ist und den Honig sowie Zimt dazu rühren, zur Flocken-Nuss-Mischung geben und alles von Hand vermengen. Anschliessend die Mischung auf einem mit Backpapier belegten Blech im 180 Grad heissen Ofen circa 10 Minuten rösten, auskühlen lassen. Rohkakaonibs, Chiasamen, Gojibeeren dazugeben. Die Mischung in einem luftdichten Glas – und an einem vor Naschkatzen sicheren Ort! – aufbewahren. Zum Frühstück nach Belieben mit Joghurt, Milch, Früchten, Sanddornmark, oder was dir sonst so schmeckt, zubereiten.

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